Bei einer Sumo-Veranstaltung bewegen sich große Akteure, es kommt zu engem Körperkontakt und das Publikum ist möglicherweise nicht mit dem Platzbedarf rund um einen Kampf vertraut. Sicherheit lässt sich weder auf eine allgemeine Haftungserklärung noch auf eine einzige Checkliste reduzieren, die erst am Veranstaltungstag abgehakt wird. Produzent, Veranstaltungsort, Dienstleister und Akteure benötigen eine projektspezifische Risikobeurteilung, klare Zuständigkeiten und die Befugnis, die Aktivität bei veränderten Bedingungen zu unterbrechen. Örtliches Recht, Regeln des Veranstaltungsorts, Versicherungs- und medizinische Anforderungen unterscheiden sich; wo es erforderlich ist, sind daher offizielle Vorgaben und qualifizierte fachliche Beratung einzuholen.

01

Zuständigkeiten vor Produktionsbeginn festlegen

Benennen Sie die verantwortlichen Personen für die Sicherheit am Veranstaltungsort, die Koordination des Auftritts, den Umgang mit Teilnehmenden, Erste Hilfe und Notfallkommunikation. Teilen Sie die geplanten Aktionen den Akteuren so früh mit, dass sie praktische Bedenken ansprechen können. Halten Sie fest, wer Änderungen an Ring, Boden, Zeitplan oder Gästeaktivität genehmigen oder ablehnen darf. Eine Risikobeurteilung sollte nach Ortsbegehungen, Proben und wesentlichen Programmänderungen erneut geprüft werden.

02

Fläche und jede erhöhte Konstruktion prüfen

Die Auftrittsfläche muss stabil, für die vereinbarten Bewegungen geeignet und frei von losen Abdeckungen, Feuchtigkeit, scharfen Kanten und unerwarteten Höhenunterschieden sein. Erhöhte Bühnen oder mobile Ringe müssen von entsprechend qualifizierten Personen und dem Veranstaltungsort geplant und genehmigt werden. Der Bodenschutz darf nicht selbst zur Rutsch- oder Stolpergefahr werden. Prüfen Sie erneut nach Reinigung, Umbauten des Bühnenbilds oder Publikumszugang.

03

Den gesamten Bewegungs- und Sturzbereich kontrollieren

Halten Sie Zuschauer, Kameraleute, Kabel, Lautsprecher, Tische und harte Bühnenelemente außerhalb der vereinbarten Freizone. Absperrungen und Ordnungspersonal müssen verhindern, dass sich Menschen in den Weg der Akteure lehnen oder treten. Planen Sie sichere Ein- und Ausgänge, die keine Warteschlangen des Publikums kreuzen. Die erforderliche Zone hängt von der tatsächlichen Aktion ab und darf nicht ungeprüft von einem anderen Veranstaltungsort übernommen werden.

04

Geeignete Backstage- und Erholungsbedingungen schaffen

Die Akteure benötigen einen privaten Umkleideraum, sichere Aufbewahrung, Trinkwasser, geeignete Mahlzeiten, Toiletten und einen Weg zur Bühne. Planen Sie rund um anstrengende Kämpfe Zeit zum Aufwärmen und Erholen ein, besonders nach Reisen oder bei Hitze. Fahrzeuge, Türen, Treppen und Aufzüge müssen gegebenenfalls auf ihre Eignung für große Akteure und Ausrüstung geprüft werden. Gesundheitsspezifische Entscheidungen liegen bei der betreffenden Person und entsprechend qualifizierten Fachleuten, nicht bei einem Veranstaltungsartikel.

05

Gästebeteiligung als eigenes Risiko behandeln

Die Teilnahme muss freiwillig, klar erklärt und von Personen beaufsichtigt sein, die die vereinbarte Aktivität verstehen. Der Produzent sollte Auswahl, Einwilligung, Kleidung, Schmuck, Schuhwerk, Stoppsignale und eine Alternative zum bloßen Zuschauen festlegen. Alkoholkonsum, Gruppendruck oder der Wunsch nach dramatischem Bildmaterial können eine ansonsten einfache Aktivität ungeeignet machen. Fügen Sie niemals in letzter Minute einen Teilnehmenden hinzu oder erhöhen Sie den Kontakt, ohne dies erneut zu prüfen.

06

Kinderschutz und Barrierefreiheit einplanen

Veranstaltungen mit Kindern müssen den Schutz-, Einwilligungs- und Aufsichtsrichtlinien der gastgebenden Organisation sowie den geltenden örtlichen Anforderungen folgen. Gäste mit Bedürfnissen in Bezug auf Mobilität, Wahrnehmung oder Kommunikation sollten klare Informationen und eine realistische Alternative erhalten, wenn die Hauptaktivität ungeeignet ist. Verlangen Sie keine unnötigen medizinischen Angaben in der Öffentlichkeit. Schulen, Erziehungsberechtigte, Veranstaltungsorte und qualifizierte Fachleute sollten über zusätzliche erforderliche Maßnahmen entscheiden.

07

Die Show in die Notfallabläufe des Veranstaltungsorts einbinden

Klären Sie, wie Erste Hilfe vor Ort, Sicherheitspersonal und Rettungsdienste erreicht werden, und stellen Sie sicher, dass das Personal Adresse und Zufahrt des Veranstaltungsorts kennt. Halten Sie Notfallwege während des Auftritts und der Fotosessions frei. Weisen Sie Akteure und Gastcrew in Alarme, Sammelpunkte und die weisungsgebende Person ein. Versicherung, Erste-Hilfe-Versorgung und Meldepflichten müssen anhand örtlicher Regeln und fachlicher Beratung geprüft werden.

08

Abbruchbedingungen vereinbaren und Vorfälle dokumentieren

Jede Person mit festgelegter Sicherheitsverantwortung sollte die Aktivität bei nasser Fläche, versagender Absperrung, Eindringen des Publikums, verrutschter Ausrüstung oder Bedenken eines Akteurs stoppen können. Der Zeitplan muss so viel Spielraum enthalten, dass Mitarbeitende nicht gedrängt werden, ein Problem zu ignorieren. Erfassen Sie Beinaheunfälle und Vorfälle nach dem Verfahren des Veranstaltungsorts und entscheiden Sie anschließend, ob das Programm geändert werden muss. Eine Wiederaufnahme darf erst nach Prüfung und autorisierter Freigabe erfolgen.

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PROJEKT-CHECKLISTE

Sicherheitsprüfung vor Einlass

  • Benannte Verantwortliche für Sicherheit, Auftritt, Teilnehmende und Notfälle
  • Aktuelle projektspezifische Risikobeurteilung und freigegebenes Programm
  • Geprüfter Boden, Ring, Bühne, Absperrungen und Freizone
  • Kontrollierte Wege für Publikum, Kamera, Kabel und Akteure
  • Private Umkleide, Wasser, Ruhebereich und sichere Aufbewahrung
  • Dokumentiertes Verfahren für Teilnahme, Einwilligung und Schutz
  • Erste-Hilfe-Kontakte, Notfallzufahrt und Einweisung am Veranstaltungsort
  • Befugnis und Verfahren zum Stoppen, Prüfen und Melden
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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Fragen, die Produzenten uns häufig stellen

Macht eine unterschriebene Haftungserklärung die Beteiligung des Publikums sicher?

Nein. Eine Einwilligungsdokumentation ersetzt weder die geeignete Gestaltung der Aktivität noch Aufsicht, Maßnahmen am Veranstaltungsort, Risikobeurteilung oder die Einhaltung örtlicher Anforderungen.

Können wir die Risikobeurteilung einer anderen Veranstaltung wiederverwenden?

Sie kann als Hintergrund dienen, doch der aktuelle Veranstaltungsort, das Programm, die Akteure, die Teilnehmenden und die örtlichen Regeln erfordern eine projektspezifische Beurteilung und Prüfung.

Wer entscheidet, ob ein Kampf abgebrochen werden muss?

Die Produktion sollte im Voraus befugte Verantwortliche für Sicherheit und Auftritt benennen; zugleich muss jeder Akteur Bedenken äußern und eine unsichere Aktivität stoppen können.

Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Land, Veranstaltungsort und Mitwirkenden. Kontaktieren Sie die Agentur für eine Empfehlung zu Ihrem konkreten Projekt.

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